Anreise-Visum

Nachfragen zu Themen im Trekkingführer erschienen im panico Alpinverlag

Anreise-Visum

Neuer Beitragvon Jens Geu » So, 5. Juli 2009, 16:14

Im Reiseführer haben wir geschrieben, dass ein Visum erforderlich ist und das man sein Visum im Vorab bei der mongolischen Botschaft in Berlin beantragen soll. Wir haben aber auch den Hinweis in dem Kapitel untergebracht, dass man auch ein Visum in Ulaanbaatar am Flughafen erhalten kann. Das ist natürlich für alle Reisenden aus Ländern, die keine mongolische Botschaft haben gedacht, aber es gibt auch genügend belegte Fälle, in denen auch Deutschen am Flughafen in Ulaanbaatar ein Visum ausgestellt wurde. Aber Achtung, der Hinweis im Buch auf den Anreisestress wenn man noch kein Visum hat, war nicht ohne Sinn formuliert. Fluggesellschaften habe ihre eigenen Regeln in Hinblick, auf die Frage wen sie unter welchen Bedingungen befördern. Es gibt aktuell einen Fall, in dem die russische Aeroflot die Beförderung mit dieser Begründung abgelehnt hat und man hat natürlich keine rechtlichen Möglichkeiten die Beförderung durchzusetzen und kein Mensch kennt die aktuellen Hinweiseintragungen in den Datenbanken dazu, auf die die Mitarbeiter der Fluggesellschaften letztendlich zurückgreifen. Also nach wie vor gilt für den touristischen Regelfall so wie es im Buch beschrieben ist, Visum bei der Botschaft beantragen und dann losfliegen. Wer aus irgendwelchen Günden kurzfristig fliegen muss, persönliche Gründe, geschäftlich usw. der kann sich ja vorher von der Fluggesellschaft eine Bestätigung geben lassen, dass er auch so befördert wird.
Auf keinen Fall sollten aber Österreicher damit die derzeit restriktive Visavergabe in der Botschaft in Wien versuchen zu umgehen. Wer also dort kein Visum erhält, weil er keine mongolische Einladung oder eine Reisebuchung hat, gerade der sollte auf keinen Fall ohne Visum zum Flughafen gehen.

Ansonst gilt noch einmal der Hinweis, Einreisebestimmungen sind verwaltungrechtliche Bestimmungen die natürlich jederzeit ohne Ankündigung geändert werden können. Sie sind auch dem aktuellen außenpolitischen Tagesgeschäft unterworfen, dass heißt, werden Mongolen bei der deutschen Visavergabe besonders restriktiv behandelt, kann man davon ausgehen, dass die Mongolen ihr Entgegenkommen darauf einstellen.
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Jens Geu
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